Cartelluhr: Wenn das Repetitionswerk wieder antwortet
Ein kurzer, aber sehr typischer Blick in die Restaurierungspraxis: Eine historische Cartelluhr kommt nicht nur wegen ihres Gehäuses zur Wirkung, sondern vor allem durch das präzise Zusammenspiel von Gehwerk, Schlagwerk und Repetition.

Die Uhr
Die Cartelluhr besitzt ein Werk mit Halbstundenschlag auf Glocke, Federzug, Hakengang und rückführender Hemmung. Besonders reizvoll ist die Viertelrepetition: Sie macht Zeit hörbar und verlangt, dass mehrere Baugruppen zuverlässig ineinandergreifen.
Bei solchen Uhren ist Restaurierung selten ein einzelner Handgriff. Es geht um ein vorsichtiges Annähern: Welche Teile sind verschlissen, welche Eingriffe wurden früher vorgenommen, und wo genügt eine saubere Justage statt eines unnötigen Ersatzes?
Ausgeführte Arbeiten
Das Repetitionswerk wurde repariert, das Pendel nachgearbeitet und eingepasst. Außerdem wurden Ankerradzähne gerichtet, Gang und Schlagwerk eingestellt, die 4/4-Staffel repariert, das Werk nachgeölt sowie die Uhr abschließend justiert, kontrolliert und reguliert.



