Uhrmachermeister in St. Petersburg
Seit 2001 reisen Mitglieder des Fachkreises an das Peterhof-Museum bei St. Petersburg, um historische Museumsuhren zu restaurieren. Aus einer fachlichen Aufgabe wurde eine langjährige Verbindung zwischen Werkstatt, Museum und Kulturerhalt.

Eine Werkstatt im Schlosspark
Die Museumsdirektion stellt jeweils zusammen, welche Uhren neu gezeigt werden sollen und welche Stücke in den Ausstellungsräumen überarbeitet werden müssen. Im Schlosspark steht dem Fachkreis dafür eine eigene Werkstatt zur Verfügung, in der die Arbeiten für die Schlösser ausgeführt werden.
Solche Einsätze zeigen sehr deutlich, was den Fachkreis ausmacht: Wissen wird nicht nur gesammelt, sondern praktisch angewendet. Historische Uhrwerke, die lange stillstanden, bekommen wieder Stimme, Rhythmus und Präsenz.
Wenn eine Museumsuhr wieder tickt und schlägt, verändert sich ein Raum. Er wirkt weniger still, weniger museal, mehr lebendig.
Dank aus dem Museum
Das Staatliche Museum Peterhof würdigte die Arbeiten ausdrücklich. In einem Dankesschreiben heißt es sinngemäß, dass die Uhren zuvor nicht funktionsfähig waren und die Ausstellungen ohne das rhythmische Schlagen ärmer und lebloser wirkten.



